Isolationsüberwachung: Das Konzept

Funktionsprinzip eines Isolationsüberwachungsgerätes

Das Isolationsüberwachungsgerät wird zwischen den aktiven Netz­leitern und Erde angeschlossen und überlagert dem Netz eine Mess­spannung Um. Beim Auftreten eines Isolationsfehlers schließt sich der Messkreis zwischen Netz und Erde über den Isolations­fehler RF, so dass sich ein dem Isolationsfehler proportionaler Messstrom Im einstellt. Dieser Messstrom verursacht am Messwider­stand Rm einen entsprechenden Spannungsfall, der von der Elektro­nik ausgewertet wird.

Überschreitet dieser Spannungsabfall einen bestimmten Wert, was dem Unterschreiten eines bestimmten Isolationswiderstandes gleichkommt, erfolgt eine Meldung. Die detaillierten Anforderungen an das Isolationsüberwachungsgerät sind in der DIN EN 61557-8 (VDE 0413-8) enthalten. Durch das Isolationsüberwachungsgerät erhält der Anlagenbetreiber den notwendigen Informationsvorsprung um rechtzeitig und geplant entsprechende Instandhaltungsmaß­nahmen einzuleiten.

Nach DIN EN 61557-8 (VDE 0413-8) gilt: Isolationsüberwachungs­geräte müssen nach ihrem vorgegebenen Messprinzip in der Lage sein, sowohl symmetrische als auch unsymmetrische Isolationsver­schlechterungen zu überwachen.

Einpoliger (unsymmetrischer) Isolationsfehler
Symmetrischer Isolationsfehler