
Elektrofahrzeuge entwickeln sich zu aktiven Bestandteilen des Energiesystems. Bidirektionales Laden ist dabei der Schlüssel zur Stabilisierung der Netze und zur Erschließung neuer Geschäftsmodelle.
Mit bidirektionalem Laden kann Energie nicht nur gespeichert, sondern auch gezielt in Gebäude und in das Stromnetz zurückgespeist werden. So entstehen neue Möglichkeiten, Energie effizienter einzusetzen und flexibel zu steuern.
Neue internationale Standards schaffen dafür erstmals eine einheitliche technologische Basis für AC-Ladelösungen. Sie ermöglichen skalierbare, interoperable Anwendungen und machen bidirektionales Laden wirtschaftlich und praxisnah umsetzbar.
Beim bidirektionalen Laden fließt Energie nicht nur ins Fahrzeug, sondern auch zurück:
Elektrofahrzeuge werden so zu dezentralen Energiespeichern und aktiven Bausteinen im Energiesystem.
Bidirektionales Laden bedeutet: Ein Elektrofahrzeug wird Teil eines Energieerzeugers. Damit steigen die technischen Anforderungen. Denn sobald Energie ins Netz zurückgespeist wird, müssen technische und regulatorische Vorgaben erfüllt werden.
Beim bidirektionalen AC-Laden bilden Fahrzeug und Ladestation eine gemeinsame technische Einheit. Die vierte Edition der Norm IEC 61851‑1 (von 2026) beschreibt diese Systemarchitektur und teilt Aufgaben und Verantwortlichkeiten normkonform auf.
Darüber hinaus sorgen internationale Standards dafür, dass Fahrzeug, Ladestation und das öffentliche Stromnetz über definierte Schnittstellen und Protokolle zuverlässig miteinander kommunizieren – herstellerunabhängig und interoperabel.
Das Ergebnis: System- und Gerätegrenzen werden überwunden und zugleich werden regionale sowie nationale Anforderungen – etwa an Netzanschluss und Betrieb – berücksichtigt. So lassen sich technische Lösungen europaweit einsetzen.
ISO 15118-20 (Kommunikation EV ↔ Ladestation)
IEC 61851-1 (System & Ladebetrieb)
Grid Codes (z. B. VDE-AR-N-4105)
EEBUS & OCPP (Integration & Backend)
Bidirektionales Laden mit AC-Ladeinfrastruktur bietet entscheidende Vorteile:
Auch wenn sich Geschäftsmodelle noch entwickeln, zeichnen sich typische Anwendungen bereits ab:
Eigenverbrauch und dessen Optimierung (PV + EV)
Lastmanagement & Peak Shaving
Integration in moderne Energieversorgungskonzepte (wie z. B. „dynamische Stromtarife“)
Netzservices & Flexibilität (netzdienliche Integration im Bereich V2G)
Damit werden Elektrofahrzeuge Teil der energiebezogenen Wertschöpfungskette.
Bender bietet mit seiner Plattformlösung Charging Electronics einen kosteneffizienten Übergang von unidirektionalem Laden zu bidirektionalem Laden an. Unser Ziel: Bidirektionales Laden so einfach integrierbar wie möglich machen.
Das Ergebnis: Eine Plattform, die heutige Anforderungen erfüllt und zukünftige Entwicklungen unterstützt.
Bidirektionales Laden ist technisch anspruchsvoll und netzrelevant. Bender unterstützt Sie dabei mit Technologien für:
Integrierten Netz- und Anlagenschutz
Standardkonforme Kommunikation
System- und Plattformintegration
Sie fokussieren sich auf Ihr Geschäftsmodell – wir sorgen für Technologie, Sicherheit und Compliance.
Auf dem CharIN V2G Testival Europe 2025 auf dem EUREF-Campus in Berlin konnte Bender als bisher einzige Lösung auf dem Markt eine „bidirektionale AC-Anwendung“ mit ISO 15118-20 demonstrieren: das Entladen eines Fahrzeugs über AC – ein Meilenstein für die Vehicle-to-Grid (V2G)-Integration über Wechselstrom.
An dem Testival nahmen neun Hersteller mit Fahrzeugen (EV), Ladestationen (EVSE) und Testsystemen teil. Dadurch konnten herstellerunabhängig Konstellationen aufgebaut und getestet werden. Bender testete mit einem Fahrzeug, das die Firma Bosch mit ihrem Electric Vehicle Communication Controller (EVCC) zur ISO15118-20 Kommunikation und Steuerung ausgerüstet hatte.
