Steuerstromkreise als IT-System

Die steigenden Anforderungen an die Betriebs- und Unfallsicherheit von Maschinen und Anlagen erfordern umfassende Maßnahmen, um Mensch und Maschine vor möglichen Gefährdungen zu schützen. So dürfen beispielsweise Isolationsfehler in einer Steuerung nicht zu gefahrbringenden Bewegungen einer Maschine führen. Daher sollten bei der Auswahl der Netzform (TN-, TT- bzw. IT-Systeme) und der dazugehörigen Schutzmaßnahmen insbesondere folgende Aspekte beachtet werden:

  • Wahrscheinlichkeit von Isolationsfehlern
  • Notwendiger Basis- und Fehlerschutz
  • Kontinuität der Stromversorgung
  • Technische und wirtschaftliche Möglichkeiten
  • Vorliegende Erfahrungswerte bezüglich Sekundärwirkungen (Brand, Stillstandskosten, etc.)

Bei elektrischen Maschinen betrifft dies sowohl die Steuer- und Hilfsstromkreise als auch die Hauptstromkreise. Bei den Hauptstromkreisen geht es vorrangig um den Schutz gegen elektrischen Schlag, Personenschutz sowie Brandvermeidung. Bei Steuer- und Hilfsstromkreisen, insbesondere bei denen mit Spannungen unterhalb der zulässigen Berührungsspannung von AC 50 V/DC 120 V, steht die Betriebssicherheit im Vordergrund.