Zu Gast bei Bender: Innovationen für sichere und intelligente Energiesysteme

Auf dem Foto zu sehen sind die Referenten auf der Veranstaltung "Hessen Innovativ"

Am 26. März 2026 öffnete die Bender GmbH & Co. KG in Kooperation mit der IHK Hessen Innovativ ihre Türen für über 50 interessierte Teilnehmer, die teilweise aus ganz Deutschland angereist waren. An diesem Abend bot sich die Gelegenheit, praxisnahe Einblicke in Zukunftstechnologien wie Wasserstoff und Künstliche Intelligenz zu erhalten, sowie deren Bedeutung für elektrische Sicherheit, Innovation und Organisationsentwicklung zu verstehen.

Wasserstoff als Schlüsseltechnologie der Energiewende

Roman Schmattloch (Global Market Segment Manager Hydrogen/Head of University Cooperation) gab als Wasserstoff-Spezialist von Bender einen umfassenden Überblick über die Zukunftsperspektiven der Wasserstofftechnologie und ordnete deren Bedeutung für Industrie, Infrastruktur und Gesellschaft ein. Dabei wurde deutlich: Elektrische Systeme werden immer komplexer, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Sicherheit, Normenkonformität und Zuverlässigkeit.

Schmattloch erläuterte: „Entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette, ist Elektrizität allgegenwärtig.“ Aus diesem Grund begegnet Bender diesen Herausforderungen mit passenden Lösungen für unterschiedliche Netzformen und Anwendungsbereiche.

Darüber hinaus beschäftigt sich Bender auch bewusst und strategisch mit Wasserstoff. Treiber für diese Entwicklung sind insbesondere die Dekarbonisierung, Elektrifizierung und der Ausbau erneuerbarer Energien, bei denen Wasserstoff eine zentrale Rolle spielt – sowohl aus technologischer Sicht als auch im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes.

Dazu bietet Bender Unternehmen unterschiedliche Dienstleistungen für ihre Wasserstoff‑Projekte an. Diese reichen von der Konzeptentwicklung über die Beratung und Unterstützung vor Ort, die Auswahl geeigneter Komponenten und Systeme, die Einhaltung geltender Normen und Vorschriften sowie maßgeschneiderte Schulungsprogramme.

Künstliche Intelligenz als Treiber für neue Technologien und Services

Prof. Dr. Michael Guckert stellte das Hessische Zentrum für Künstliche Intelligenz (hessian.AI) vor, das KI‑Grundlagenforschung mit der Entwicklung praxisnaher Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit verbindet. Ziel von hessian.AI ist es, Brücken zwischen Forschung und Anwendung zu bauen und Wissen gezielt in Wirtschaft und Gesellschaft zu tragen. Durch die Verbindung von modernster, nachhaltiger KI‑Infrastruktur und maßgeschneiderten Services schafft das Zentrum ein starkes Sprungbrett für Forschung, Innovation und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.

Der Vortrag von Tobias Groh (Standards & Innovation bei Bender) zeigte, wie Künstliche Intelligenz dazu beitragen kann, bestehende Lösungen gezielt weiterzuentwickeln und Mehrwerte für Kunden über den gesamten Lebenszyklus elektrischer Systeme zu schaffen. Als Experte für die Weiterentwicklung von Bender‑Technologien setzt Groh auf den Einsatz von KI für datenbasierte Anwendungen, die neue Potenziale für Sicherheit, Verfügbarkeit und Serviceangebote eröffnen.

Tandem‑Professur: Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis

Ein weiterer Programmpunkt widmete sich der Tandem‑Professur, die Bender gemeinsam mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und dem hessischen Zentrum für Künstliche Intelligenz (hessian.AI) umsetzt.

Prof. Dr. Jennifer Hannig erläuterte, wie das Modell Forschung und industrielle Praxis eng miteinander verzahnt. Hochschulen profitieren dabei von mehr Praxisnähe und Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte. Die teilnehmenden Unternehmen gewinnen durch intensiven Wissensaustausch, stärkere Vernetzung und Impulse für das Employer Branding. Auch für Professorinnen und Professoren ergeben sich klare Mehrwerte – von direktem Zugang zu industriellen Fragestellungen bis hin zu gemeinsamen Publikationen, Patenten und der Vermittlung von Studierenden in Partnerunternehmen.

Austausch, Vernetzung und Ausblick

Neben den fachlichen Impulsen bot die Veranstaltung Raum für Diskussion, Fragen und Networking. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, sich mit Expertinnen und Experten aus der Region auszutauschen und Impulse für eigene Innovations‑ und Transformationsprojekte mitzunehmen. Die Veranstaltung verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig die enge Verzahnung von Technologie, Künstlicher Intelligenz, Wissenschaft und Praxis für eine sichere und nachhaltige Energiezukunft ist.