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Pius Hospital

Meilenstein auch Dank neuester Bender-Technik




Pius Hospital Aussenansicht mit Logo

Dass ein ganzes Krankenhaus auf der grünen Wiese neu gebaut wird, gibt es nur selten in Deutschland. Meist werden nur einzelne Kliniken oder Gebäudeteile erneuert. In Oldenburg hat das Pius-Hospital einen kompletten Flügel neu gebaut – mit einer Bettenstation, Intensivstation und einem Zentral-OP mit vier Operationssälen. Einen Meilenstein nennen das die Oldenburger.  Schließlich sind jetzt Medizin und Technik auf dem neuesten Stand und entsprechen den höchsten Standards. Das gilt auch für die elektrische Sicherheit. Hier kam die intelligente Technik von Bender zum Einsatz.

Das Pius-Hospital Oldenburg liegt mitten in der Stadt. Alles ist eng bebaut, eine Erweiterung des Krankenhauses war nicht möglich. Um den neuen Gebäudeteil (F-Flügel) zu errichten, wurde ein ehemaliges Schwesternwohnheim abgerissen. Knapp sieben Jahre dauerte es von der Erstellung des Bauantrags bis zur Fertigstellung. Doch jetzt sind alle froh, dass es geschafft ist. Der neue F-Flügel bietet das Modernste, was die Medizin derzeit bieten kann, von der Diagnose bis zur Therapie. Möglich wurde das durch eine gute Planung seitens der Baufachleute und Techniker. Auch das medizinische Personal wurde bereits früh in die Projektplanung mit einbezogen.


Das Pius-Hospital in Oldenburg ist das größte katholische Krankenhaus im Nordwesten Deutschlands. In dem 400-Betten-Haus werden jedes Jahr mehr als 60.000 Patientinnen und Patienten stationär oder ambulant nach neuesten medizinischen und pflegerischen Erkenntnissen behandelt. Für Diagnostik und Therapie steht modernste Medizintechnik zur Verfügung. Als Teil des Medizinischen Campus der Universität Oldenburg engagiert sich das Pius-Hospital außerdem in Forschung und Lehre.


„Um so ein ambitioniertes Bauprojekt zu realisieren, bedarf es der Expertise von vielen Beteiligten“, betont Uwe Nissen, Leiter der Abteilung für Bau und Technik, der den Neubau von Anfang an mitbegleitet hat. „Neben dem Kernteam aus Planern und Architekten hatten auch die Mitarbeitenden der entsprechenden Fachbereiche ein großes Mitspracherecht und haben ihr Expertenwissen in die Planung eingebracht.“

Neueste Technik bietet neue Möglichkeiten

Der Aufwand, um diesen neuen Gebäudeteil inklusive hochmodernem Zentral-OP zu bauen, war allerdings beträchtlich: Allein 40.000 Meter Starkstromkabel, 30.000 Meter Datenkabel, 1.200 Meter Lichtwellenleiter und 2.500 Datenanschlüsse mussten verlegt werden. Denn der F-Flügel sollte eine Investition in die Zukunft sein. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Im neuen Gebäudeteil befinden sich neben dem Zentral-OP, ein Augen-OP, die Intensivstation, eine Bettenstation und eine eigene Technikebene für die Lüftungs- und Kältezentrale sowie Werkstatt- und Büroflächen.

Der Zentral-OP ist dabei das neue Aushängeschild des Pius-Hospitals. Er besteht aus vier OP-Sälen, davon ein Hybrid-OP mit 65 qm Grundfläche. Hier kann fast alles operiert werden, von der Bauch-OP bis zur Gefäßchirurgie. Ausgestattet mit neuester Technik ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für das medizinische und technische Personal. So kann ein OP-Team jetzt während einer Operation problemlos nach außen kommunizieren und aus dem OP-Saal heraus können Live-Bilder übertragen werden, damit z. B. Studierende oder Experten eine Operation verfolgen können.

Pius Hospital neuer OP

Pius Hospital Oldenburg Ansicht OP mit CP921 Ambilight

Bender sorgt für elektrische Sicherheit

Auch was die elektrische Sicherheit angeht, wurden neue Maßstäbe gesetzt. Bei der Überwachung des normativ geforderten ungeerdeten Netzes im OP (IT-System) kommt neueste Technik von Bender zum Einsatz. Für Kay-Ole Lüken, den Bauleiter und Elektrotechnikermeister am Pius-Hospital, gab es dazu keine Alternative. „Wir sind ein Bender-Haus“, sagt er deutlich. „Überall ist Bender drin und wir fahren damit gut.“

Im Zentral-OP und auf der Intensivstation wurde die neueste Generation der Bender-Melde- und Bedientableaus verbaut. Das CP9xx stand zur Zeit der Planung 2015 noch nicht zur Verfügung. Doch nachdem Lüken das Gerät auf der Messe „Light & Building“ gesehen hatte, war für ihn klar: „Dieses Gerät wollen wir haben, denn im neuen F-Flügel soll alles top aktuell sein!“ Besonders gefallen hatte ihm, dass auf dem Touchscreen des CP9xx die Oberflächen individuell gestaltet werden können, dass durch die zahlreichen Schnittstellen auch die medizinischen Gase überwacht oder die OP-Beleuchtung gesteuert werden kann. Nicht zuletzt überzeugte ihn die Bedienerfreundlichkeit dieser modernen Melde- und Bedientableaus. Also wurde umgeplant, statt dem Folientableau TM800 sollten nun die neuen Geräte verwendet werden. Kein Problem! Die Begleitung in der Planungs- und Bauphase durch Bender war für Bauleiter Lüken vorbildlich.

Auf der Intensivstation sind jetzt die kleinen 7“-Geräte CP907 und im Augen-OP die 15,6“ großen CP915 eingebaut. Im Zentral-OP kommt die größte Variante des Melde- und Bedientableaus, das CP921, zum Einsatz. Mit seinem 21“ großen Monitor bietet es dort besten Überblick.

CP921
Pius Hospital Oldenburg CP921 Ambilight

Melde- und Bedientableau CP9xx überzeugt auf ganzer Linie

Natürlich mussten medizinisches und technisches Personal erst einmal geschult werden, um die neuen Geräte richtig bedienen zu können, aber das war kein Problem. Von Beginn an waren alle sehr zufrieden. „Die übersichtliche Anzeige auf dem Touchscreen lässt keine Wünsche offen“, sagt Lüken. „Die Bediener sehen auf einen Blick: „Alles grün – alles in Ordnung“.“ Die Rückmeldungen aus dem medizinischen Team sind bisher durchweg positiv. Seit der Inbetriebnahme des neuen Zentral-OP gab es keinen einzigen Fehler oder Ausfall. Sogar das nachträgliche Einprogrammieren von weiteren Steuerbefehlen hat perfekt geklappt – per Fernzugriff. „Wir sind sehr zufrieden und haben keine Minute bereut“, sagt Lüken. „So wünschen wir uns das.“

Heiko Brattig

Bilder © Daniel Clören, Lukas Lehmann und Pius Hospital