Melden statt Schalten – Differenzstromüberwachung im geerdeten System

TN-S/TT-System

In TN-Systemen ist der Sternpunkt der speisenden Transformatoren niederohmig geerdet, und die Körper der elektrischen Anlage sind über Schutzleiter mit dem Betriebserder des Netzes verbunden. Auch in TT-Systemen wird der Sternpunkt niederohmig geerdet, aber die Körper der elektrischen Anlage sind unabhängig von der Systemerdung geerdet.

Permanente Überwachung

Das regelmäßige Prüfen von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln ist zeit- und kostenaufwändig. Hier stellt die kontinuierliche Differenzstrom-Überwachung für geerdete Stromversorgungen (TN-/TT-Systeme) eine zeit- und kostensparende Alternative dar. Dabei wird elektrische Anlage permanent und normenkonform auf Differenz- bzw. Fehlerströme überwacht. Dazu werden geerdete Anlagen (TN-S-Systeme)  mit einem selektiven System zur Differenzstromüberwachung (RCM) ausgerüstet.

Da der Differenzstrom ein Abbild des Isolationswiderstandes ist, können innerhalb ortsfester elektrischer Anlagen und Betriebsmittel Differenzstrom-Überwachungssysteme (RCMS) permanent eine selektive Isolationsverschlechterung erkennen. Diese Verschlechterung führt zu einer messbaren Veränderung im Differenzstrom der Anlage, durch die es zu kritischen Veränderungen im System kommen kann. RCMS erkennen nicht nur Fehlerströme in der Entstehungsphase, auch Überlastungen von N-Leitern werden frühzeitig angezeigt. Dadurch wird die Brandgefahr deutlich reduziert. Der Betreiber wird komfortabel über eine Alarmmeldung, z. B. per E-Mail, informiert.